Projekt "Filmpreis"

Das 1. Kirchliche Filmfestival Recklinghausen 2010 wurde vom Arbeitskreis Kirche und Kino des Evangelischen Kirchenkreises Recklinghausen und des Katholischen Kreisdekanats Recklinghausen in Kooperation mit dem Institut für Kino und Filmkultur e.V. (IKF) Wiesbaden, geplant. Die folgenden Grundüberlegungen zur kirchlichen Filmarbeit sind Basis der Arbeit:

  • Filme gestalten jeweils aktuell die Lebensfragen, Sehnsüchte und Projektionen von gelingendem Leben;
  • Filme ergreifen Partei und laden ein, eigene Positionen zu überdenken;
  • Filme engagierter FilmemacherInnen veranschaulichen beispielhaft Schicksale von Menschen aus anderen Kulturen und Religionen. Sie weiten den Blick für globale und interreligiöse Kontexte;
  • Filmgespräche entschlüsseln Filmsprache und visuelle Codes, sie stärken die Medienmündigkeit der Teilnehmenden.

Filmpreis des 1. Kirchlichen Filmfestivals 

Ausgewählt wurden aktuelle und neuere Filme zum Dialog der Religionen und Kulturen, zu Fragen der Arbeitswelt, zum Strukturwandel des Ruhrgebiets und zu anderen Lebensfragen. (Das Festival berücksichtigt unterschiedliche kirchliche Themen wie Weltgebetstag der Frauen, oder Identitätssuche von Kindern und Jugendlichen.)

Die Besucher und Besucherinnen haben die Möglichkeit, Filmschaffenden wie Regisseuren und Regisseurinnen, SchauspielerInnen bzw. Mitwirkenden wie DrehbuchautorInnen und ProduzentInnen zu begegnen. 

Mit der Stiftung des Filmpreises zur Auszeichnung eines Films, der sich engagiert und künstlerisch überzeugend mit dem Menschen im Spannungsfeld von Arbeitswelten, Kulturen und Religionen auseinandersetzt, würdigt die Stiftung die Angebote zu Begegnung und Austausch, zum Gespräch der Kulturen und Religionen und die Ermutigung zur gesellschaftlichen Verantwortung für Frieden und Gerechtigkeit.

Der Filmpreis wurde an die Regisseurin Feo Aladag für ihren Film „Die Fremde“ vergeben. Ihr ist ein differenziertes, genau erzähltes Drama gelungen zum Konflikt türkischer Frauen zwischen Tradition und selbstbestimmtem Leben, der eine türkische Familie ins Unglück stürzt. Der Film fordert zum Gespräch über ein Tabu („Ehrenmord“) heraus. Er lässt nachdenken über Migration, Lebensentwürfe und ethische Prinzipien.

O-Ton zum Festival:

Feo Aladag und Sibel Kekilli machten große Augen als sie den Preis des 1. Kirchlichen Filmfestivals im ausverkauften großen Saal des Cineworld Recklinghausen in Empfang nahmen: 2.000 Euro für eine Studienreise im Zusammenhang mit ihrem nächsten Projekt und ein lebendiges Olivenbäumchen, botanisch: Olea europaea. „Das hier ist viel, viel schöner als ein Oskar“, sagte Feo Aladag, die Regisseurin von „Die Fremde“. 

Weitere Zitate:

Teilnehmende: „Eine tolle Auswahl an Filmen, gute Gespräche im Nachklang! DANKE!!“

Kinoleiter: „Von allen Seiten nur positive Rückmeldungen und Gratulationen in Sachen Festival.“

Filmkritikerin: „Eine wirklich gelungene, rundum angenehme Veranstaltung.“